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wenn der Kopf entschieden hat und der Körper nein sagt
Besonders schmerzhaft ist der Moment, in dem man sich selbst nicht versteht. Man denkt: „Ich habe es doch entschieden. Ich habe zugesagt. Ich weiß doch, dass es wichtig ist.“ Daraus entstehen schnell Schuldgefühle. Man nennt sich faul, empfindlich, undiszipliniert oder schwierig. Doch diese Begriffe beschreiben nicht, was wirklich passiert.
Der Körper sagt nicht Nein, um zu sabotieren. Er sagt Nein, weil er schützt. Er zieht die Notbremse, wenn die Belastung zu hoch wird. Diese Grenze ernst zu nehmen, ist kein Rückschritt. Es ist Selbstwahrnehmung. Wenn der Kopf entschieden hat und der Körper Nein sagt, entsteht kein persönliches Versagen. Es entsteht...
der Körper bremst, der Kopft arbeitet weiter!
Menschen im Autismus-Spektrum sind häufig auf klare Abläufe, Wiederholungen und verlässliche Strukturen angewiesen. Routinen geben Orientierung, senken Stress und machen eine oft unübersichtliche Umwelt besser einschätzbar. Was von außen manchmal wie Starrheit wirkt, ist für Betroffene oft ein wichtiger Schutzmechanismus. Wenn dieser Rahmen wegbricht, entsteht nicht einfach nur Unordnung, sondern echte innere Überforderung.
Eine körperliche Einschränkung kann genau diese gewohnte Struktur massiv verändern. Wege dauern länger, Bewegungen sind schmerzhaft oder gar nicht möglich, alltägliche Aufgaben müssen anders geplant werden. Plötzlich funktioniert das, was vorher Sicherheit gegeben hat, nicht mehr. Für einen Asperger-Autisten bedeutet das nicht nur praktische Umstellung, sondern auch...
Special Ägypten - Urlaub mit Hindernissen
Für unsere Familie bedeutet ein All-Inclusive-Urlaub im Hurghada Long Beach Resort in Ägypten vor allem, gemeinsam zur Ruhe kommen zu können und den Alltag für eine Weile loszulassen. Besonders schön ist für uns, wenn der Tag überschaubar bleibt und wir vieles in unserem eigenen Tempo gestalten können. Die verschiedenen Restaurants, der direkte Weg zum Strand und die Weitläufigkeit des Resorts geben uns die Möglichkeit, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse in unserer Familie Rücksicht zu nehmen. Feste Orte, vertraute Abläufe und kleine Rückzugsmomente geben uns Sicherheit und machen es leichter, die gemeinsame Zeit wirklich zu genießen. So kann Urlaub für uns nicht...
Game over, oder doch Verlängerung
Wenn Dinge nicht so laufen wie geplant, wenn plötzlich ein Gerät kaputtgeht und man es nicht selbst reparieren kann, dann ist das für viele Menschen ärgerlich. Für einen Menschen mit Asperger beziehungsweise Autismus kann so eine Situation aber deutlich belastender sein. Der Grund dafür ist nicht mangelnde Belastbarkeit, sondern oft eine besonders intensive Reaktion auf Unvorhersehbarkeit, Kontrollverlust und unterbrochene Abläufe. Was für andere nur eine Störung im Alltag ist, kann sich für autistische Menschen anfühlen wie eine Störung des gesamten inneren Systems. Struktur, Verlässlichkeit und Planbarkeit geben oft Sicherheit. Wenn diese Sicherheit plötzlich wegbricht, entstehen nicht selten starker Stress, innere...
wo führt der Weg hin
Die Berufswahl ist für viele Menschen eine große Herausforderung, doch für einen Asperger-Autisten kann sie sich noch deutlich schwerer anfühlen. Oft kreisen die Gedanken nicht nur darum, was interessant ist oder welche Fähigkeiten vorhanden sind, sondern auch darum, welche Umgebung überhaupt auszuhalten ist. Schon die Vorstellung von lauten Büros, unklaren Erwartungen, spontanen Veränderungen oder vielen sozialen Kontakten kann Stress auslösen. Gleichzeitig besteht häufig der Wunsch, etwas zu finden, das wirklich zu den eigenen Stärken passt, etwa Genauigkeit, Ausdauer, Ehrlichkeit, tiefes Fachwissen und die Fähigkeit, sich intensiv mit einem Thema zu beschäftigen.
Gerade darin liegt oft der innere Konflikt: Einerseits sind...
Vergangenheit und Neid
Vergangene Kränkungen, peinliche Situationen oder Verluste können viele Menschen lange beschäftigen. Bei Menschen im Autismus-Spektrum kann dieses Festhängen an vergangenen Ereignissen besonders belastend sein, weil wiederholtes Grübeln, hohe innere Anspannung, detailgenaue Erinnerung und Schwierigkeiten mit sozialer Einordnung zusammenkommen können. Auch Neid kann eine Rolle spielen: etwa dann, wenn andere scheinbar mühelos soziale Beziehungen, beruflichen Erfolg oder Sicherheit erreichen, während der eigene Weg von Missverständnissen, Überforderung oder Ausgrenzung geprägt war. Fachliche Literatur betont zudem, dass autistische Menschen ein erhöhtes Risiko für belastende und mitunter traumatische Erfahrungen haben und dass Begleitprobleme wie Angst oder Depression mitgedacht werden sollten.
Viele Betroffene berichten, dass...
Hamsterrad läßt grüßen
Das Gefühl, im Hamsterrad zu stecken, ist für viele Autisten besonders präsent. Jede Woche wiederholt sich vieles: Routinen, Abläufe, Anforderungen – sie kommen einem oft vorhersehbar, aber auch überwältigend vor. Auch wenn die Welt da draußen erwartet, dass man einfach „funktioniert“, kostet es enorme Kraft, diesen Erwartungen gerecht zu werden, vor allem wenn innere Ressourcen fehlen oder an ihre Grenzen stoßen. Und während man versucht, dem gewohnten Rhythmus nachzugehen, kommen ständig neue Aufgaben, Veränderungen oder Herausforderungen hinzu, die das fragile Gleichgewicht ins Wanken bringen.
Dieses ständige Aushalten, obwohl man eigentlich nicht mehr kann, erzeugt einen enormen Druck. Die wiederkehrenden Anforderungen...
von Termin zu Termin
Für einen Autisten kann es eine überwältigende Herausforderung sein, nach einem Trauma wieder in den Alltag zurückzukehren und von Termin zu Termin zu hetzen. Die ständige Reizüberflutung und die unerwarteten Veränderungen, die mit einem vollgepackten Tagesablauf einhergehen, können die Verarbeitung des Traumas zusätzlich erschweren. Oft fühlen sich Betroffene überfordert, da ihre Routinen und die gewohnte Struktur fehlen, was zu noch mehr Stress und innerer Unruhe führt.
Der Druck, gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden und gleichzeitig das eigene Wohlbefinden im Blick zu behalten, kann für Autisten nach einem traumatischen Erlebnis besonders belastend sein. Sie benötigen meist mehr Zeit und Unterstützung, um...
Wenn es einfach nicht mehr geht!
Wenn ein Asperger-Autist an seine Grenzen stößt, fühlt sich die Welt oft überwältigend und chaotisch an. Routinen und vertraute Abläufe geben Sicherheit, doch in Situationen, in denen nichts mehr geht, droht diese Struktur zu zerbrechen. Trotzdem erwartet das Umfeld häufig, dass man weiterhin funktioniert – sei es bei der Arbeit, in der Schule oder im sozialen Miteinander.
In solchen Momenten kann es zu innerer Überforderung, starker Erschöpfung und dem Gefühl kommen, buchstäblich „festzustecken“. Dennoch wird oft nach außen hin versucht, den Schein zu wahren und die Anforderungen zu erfüllen. Dies kostet enorm viel Kraft und kann auf Dauer zu gesundheitlichen...